Silhouetten aus Sperrholz

FW [AW] am 16. Mai 2007

22.05.2005

SENIOREN-HILFE Ludwigsburg war dabei:

Auftritt hölzerner Figurengruppe im Pflegeheim

– Silhouetten aus Sperrholz –

Nostalgische Holz-Sägearbeiten wurden vor etwa 15 Jahren von Ludwigsburger Senioren in Szene gesetzt. Übrig geblieben sind nur noch einige Teile des historisch bewegenden Schattenfigurentheaters und das bebilderte Textbuch von Werner Teufel.

Die anderen damaligen handwerklichen Mitmacher Anneliese und Dietrich Theuer, Karl Kempe u.a. hängen noch an ihrem Geschichtenstück „Ludwigsburg vorgestern und gestern“. Ebenso an einem damals produzierten Videofilm.

Erhaltene Teile präsentierten sie den Bewohnern im Hans Klenk – Haus. Sonst haben diese Figuren in Gruppen ihren Platz im Heilbronner Torhaus, beim Bürgerverein der Unteren Stadt und können dort von den Besuchern bestaunt werden.

Die Senioren zeigten einige Szenen aus dem Theaterbuch und brachten mit den Heimbewohnern die Figuren mit grauer und schwarzer Farbe wieder zum Ansehen und Betrachten. Die tatsächlichen Ereignisse in der Stadt sind auch in anderen Geschichtsbüchern festgehalten.

Mit dem Auftritt dieser hölzernen Künstlergruppe wurde bei den betagten Heimbewohnern wieder manche Erinnerung geweckt.

Dank an die Arbeit der Senioren für die Senioren mit den „bewegenden“ Schattenfigurengeschichten Ludwigsburgs.

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Ostern 2005 im Pflegeheim

FW [AW] am 16. Mai 2007

28.03.2005

Senioren-Hilfe Ludwigsburg Ostern 2005 im Pflegeheim – die erste Jahreszeit –

Zögerlich, aber mit aller Macht sprießen Tulpen, Primeln, Osterglocken und Forsythien an diesen Frühlingstagen in der Natur.


Was denkt sie wohl, die Dame mit ihren fast 87 Jahren?

Auch die Bewohner im Pflegeheim erwarten sehnsüchtig das Erwachen dieser ersten Jahreszeit – den Frühling. Am Samstag vor Ostern haben sie alle ein Lächeln, fast ein Strahlen im Gesicht. Hier scheint die Sonne, auch wenn es die Senioren noch nicht so richtig an die frische Luft hinauszieht. Im Heim freuen sich alle an den österlichen Dekorationen. Es herrscht eine frohe Stimmung. Mag es so bleiben, die 2. Jahreszeit naht mit Riesenschritten. Mögen alle unsere betagten Bewohnerinnen und Bewohner unbeschwert daran teilnehmen können. FROHE OSTERN!

Das Schloss, die Stadt und die Soldaten

FW [AW] am 16. Mai 2007

24.03.2005

– Senioren-Hilfe Ludwigsburg: „Historisches im Heute“ –

Zum Anlass der Exposition im HEILBRONNER TORHAUS Ludwigsburg „Das Schloss, die Stadt und die Soldaten“ im März, dem 20. im Jahre 2005

– Bewegende historische Momente –

Weit vor der angesagten Zeit warteten die Besucher vor dem Heilbronner Torhaus und begehrten Einlass. Nach der kurzen Eröffnungsrede von Bürgervereinsvorstand Wolfgang Müller, mit einem Dank an die mitwirkenden Akteure, drängten sich Interessierte und Kenner in die kleine Ausstellung. Der Sammler und Leihgeber Wolf-Albrecht Kainz hatte alle Hände voll zu tun, um die vielen Fragen zur ehemaligen Talkaserne (der ersten Kaserne in der Stadt), dem Torhaus und dem Anfang der Garnisonstadt Ludwigsburg zu beantworten. Viele besonders ausgewählte Exponate werden in den Schauvitrinen präsentiert. Jedes Teil hat seine eigene Geschichte. Auch Stadthistoriker Dr. Albert Sting machte seine Aufwartung im Torhaus, zumal er mit seinem umfassenden Wissen zum Gelingen der Ausstellung beigetragen hat.

Da standen sie nun, die beiden herausgeputzten Historienträger in ihren Original-Uniformen. Der blau-rot gewandete Offizier des Infanterie-Regiments Nr. 121 um 1900 und der im grauen Mannschaftsrock gekleidete Militär-Musiker nach 1910, mit den Schwalbennestern auf den Schultern. Sie erweckten schon einiges erstauntes Aufsehen bei den vorbeifahrenden Vehikeln. Solch einen bewegenden Geschichtsauftritt erlebt die Stadt nicht alle Tage. Bei einer Vesperpause, mit Most und extra gebackenem Kommissbrot, dazu frisches Griebenschmalz, meinte ein Bub zum Offizier: „Zum Festhalten auf der photografischen Platte musst Du aber den Helm aufsetzen.“ Er meinte die glänzende, mit Wappen verzierte Pickelhaube. Aufgeregt war er angesichts der ihm gegenüber stehenden, lebendigen „Figuren“, die er nur von den Bildern aus den Geschichtsbüchern kannte. In Natura hatte er so etwas vorher nie gesehen.

Flyer der Ausstellung in *.pdf zum Download:

Exposition im HEILBRONNER TORHAUS

Weiteres unter http://www.bv-untere-stadt.de

29.01.2005

EINER von vielen, oder doch der „Größte“?

Ludwigsburg/Württemberg: Alle wollen unseren Schiller!

„Denk mal Schiller“ – Schillerjahr 2005 in Ludwigsburg – www.schiller2005-bw.de lautet seine eigene Homepage. Auch eine e-mail-Adresse wurde kreiert: schiller@stadt.ludwigsburg.de Das ganze Internet quillt über.

Es sieht so aus als ob bundesweit ein Wettbewerb unter den Städten und Gemeinden „ausgebrochen“ wäre. Jeder will sich unseren großen Dichter zunutze machen, sich seinem 200. Todestag am 09. Mai 1805 widmen. Allein in LUDWIGSBURG mit um die 60 Veranstaltungen, auch an Orten und Plätzen seines Schaffens. Überall wo Schiller seine Fußstapfen hinterliess, dort werden Schlagworte ausgegraben und die Lebendigkeit seiner Worte gefeiert. Nichts wird ausgelassen. Selbst „Schiller als Hausvater“ wird hinterfragt. Alle Spuren werden verfolgt. Auch das Ludwigsburger Schiller Denkmal wird vom Todestag an für sieben Monate verhüllt.

Die freie Autorin Andrea Hahn begibt sich in ihrer Reihe auf „Literatur-Spaziergänge“, www.litspaz.de Ludwigsburg – Literarische Spuren – Kerner, Mörike, Schiller, Tony Schumacher, Strauß und Vischer © 2004: Andreas Hackenberg, Verlag, Antiquariat, Medienservice 71638 Ludwigsburg ISBN 3-937280-04-9

Mit der Überschrift: Nicht mehr als ein Deserteur – nicht weniger als ein Genie Friedrich Schiller widmet Andrea Hahn „unserem“ Schiller mit 10 Seiten, ein gekonnt gestrafftes Lebensbild in unserer „Stadt“. Zu manchen Zeiten eher ein „Dorf“. Worüber heute die Bürger manchmal (noch) schmunzeln. Die Beschreibung Schillers Leben in Ludwigsburg – an mehreren Orten und zu verschiedenen Zeiten – prägten diesen Menschen für seine kurze Lebenszeit. Es muss für die Familie Schiller in diesen Jahren, den Jugendjahren Friedrichs, eher ärmlich ausgesehen haben.

Dabei werden bei unseren Senioren Nachkriegserinnerungen wach. Bei den Schillers müssen diese gegensätzlichen Eindrücke, auf der einen Seite der Herzog Carl Eugen und auf der anderen eine strenge Offiziersfamilie, tiefe Einschnitte hinterlassen haben.

Ein fast immerwährend kranker junger Mann, mit einem unbändigen Geist etwas vollbringen zu wollen, beschreibt Andrea Hahn in sachlicher Abfolge. Kurz und prägnant die verlaufenden Ereignisse von Ort zu Ort. Auch damals schon waren Lebens-und Berufswünsche aus geprägt nach Vorbildern, genauso wie heute. Es waren für Schiller keine heiteren Jahre, obwohl er sich durch seine freundschaftlichen Verbindungen im (damals) fortgeschrittenen Alter wandelte.

Die von Andrea Hahn präzise wiedergegebenen Lebensjahre Friedrich Schillers bestätigen ihre „Gabe“ für ein Lese- und leicht verständliches Geschichtsbuch.

„Gut, dass es unseren Friedrich Schiller gegeben hat“.

Für ihre Exkursion nach Weimar…..wünsche ich ihr und dem Team viel Erfolg auf der Spurensuche. Sie werden sicherlich viel Neues entdecken und später den Lesern und Daheimgebliebenen in gewohnter Weise übermitteln.

23.01.2005

Senioren-Hilfe war dabei:

„Eben Leben eingehaucht und schon endgültige Vergangenheit“ Improvisationstheater mit Stabpuppen an der PH Ludwigsburg, Bereich „Textiles Werken“ fällt dem Rotstift zum Opfer

Dem Seminarleiter Jörg Mast, Figurentheater Waldbuch, ist es zu verdanken, dass die Studentinnen im Rahmen ihrer Ausbildung diesen wertvollen Fachbereich kennen und beherrschen lernen konnten. Nunmehr war der erste und einzige öffentliche Kurzauftritt im Pflegeheim Hans Klenk-Haus in Ludwigsburg möglich. Mit großem Eifer und dem üblichen Lampenfieber waren die zehn Studentinnen in ihrem Element vor Publikum „spielen“ zu dürfen.

Mit den kurzzeitig gestalteten Figuren, wahrlichen Charakterköpfen mit passenden Texten ausgestattet, traten sie am 22.01.2005 im AWO-Pflegezentrum auf. Die Senioren waren von der Darbietung angetan und spendeten dankbaren Applaus. Beim Bühnenabbau und der Schlußbesprechung mit Jörg Mast war eine gewisse Wehmut nicht zu übersehen. Dennoch, die Mühe war nicht umsonst, die Kunstfiguren werden unsere künftigen Lehrerinnen auf ihrem weiteren Weg sicher begleiten und in guter Erinnerung behalten.

Eine sinnvolle Studienarbeit an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg ist damit zu Ende, weil „das Geld ausgegangen ist“. Danke für Ihre Mühe und Ihren Auftritt!