JES Projekt – Bericht Nr. 10 – 14.04.2003
15.04.2003
Der April macht was er will!
Vor 3 Tagen noch Schnee- und Graupelschauer, heute über 20 Grad Wärme.
Alle wollten raus in die Sonne! Die Schüler-Freiwilligen-Gruppe bemühte sich, jedem gerecht zu werden. Und dies gelang auch, man kam ins Schwitzen, ohne Jacke mit dem Rollstuhl durch den aufblühenden Heimgarten. Jetzt darf es einfach nicht mehr kalt werden! Die Heimbewohner waren für die kleine Ausfahrt dankbar.
Im Hof des Therapiegartens kamen die Kegelfreunde auf ihre Kosten. Man erinnerte sich an diesen früher betriebenen Sport im Freundeskreis, und die Kugel rollte, traf manchmal sogar alle „Neune“. – Nur der Wind ließ auch schon vorher manchen Kegel umfallen, allemal war es ein großer Spaß. „Kegelbuben“ waren ja genügend da.
Einer der Heimbewohner will rasch Schnittlauch aussäen, aber dazu braucht er Hilfe. Prima die hoch angelegten Beete, damit man sie vom Rollstuhl aus bequem erreichen kann.

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Eine gute Küche ist das halbe Leben
14.04.2003
„Eine gute Küche ist das halbe Leben“ – Speisenversorung im Hans Klenk-Haus
Küchenmeister Ewald Raugust und Vera Brecht, Diätassistentin bringen jeden Tag im Jahr für alle Heimbewohner, Mitarbeitern und Tagesgästen etwas „Frisches“ auf den Tisch. Ausgeklügelte und für die Senioren passende Gerichte werden von den Mitarbeiterinnen „produziert“. Sogar Rezepte für die „Pfundskur“ von der AOK werden zeitweise mit eingebaut. Ob Frühstück, Mittagessen, Kuchen und Gebäck zur Kaffeestunde und das Abendessen, alle Speisen werden sorgfältig und pünktlich für alle drei Wohnbereiche in Thermowagen bereitgehalten. Die Cafeteria ist der geeignete und gerecht ausgestattete Raum, um die Mahlzeiten an die im Haus Tätigen und Gäste auszugeben. Dazu gibt es schmackhafte Getränke und Mineralwasser. Suppen, Beilagen und Nachspeisen sind selbstverständlich. Auch für größere Veranstaltungen ist die Heimküche eingerichtet. Dafür müssen, je nach Anzahl der „hungrigen Besucher“, entsprechende Vorbereitungen getroffen werden. Die jeden Tag zur Wahl stehenden Essen schmecken vorzüglich und sind abwechslungsreich. Ein gutes Preis – Leistungs-Verhältnis. Einkäufe und Erträge sind genauestens abgestimmt. Man merkt, daß eine versierte Hauswirtschaft dahinter steckt und macht die Teamarbeit sichtbar. Eine prima Leistung der „Küchenmannschaft“ und drumherum. Zivildienstleistende helfen oft mit. AWO-Mitarbeiter im Haus werden genau so gut wie die Heimbewohner versorgt.
Der Speisenplan zeigt es. „Guten Appetit allerseits“ !



JES Projekt – Bericht Nr. 9 – 07.04.2003
08.04.2003
Schüler + „JES“ im Pflegeheim
Der Winter ist kurz zurückgekehrt, man blieb lieber in der warmen Stube.
Eine Schülerin und 4 Buben gehören nun zum festen Stamm der Schüler Freiwilligen-Gruppe.
An diesem Montag stand „Unterhaltung“ auf dem Programm. Man teilte sich in zwei Gruppen in 2 Wohnbereichen und Frage- und Antwortspiele regten alle Teilnehmer an. Zum Beispiel die „Frage“: Wie oft hat man früher Wäsche gewaschen? Oder: Ist man früher zum Essen ausgegangen? Wie lange brauchte damals eine Hausfrau zum Essen kochen? Natürlich sprudelte es bei den Seniorinnen und Senioren nur so heraus. Staunende Gesichter bei den Schülern. Eine Fortsetzung wird sicher bald folgen.
– Trotz strahlender Sonne draußen war es „lausig“ kalt! –
Die „JES-Leute“ wollten einen umfangreichen Fragebogen von den Jugendlichen und dem Begleiter „für wissenschaftliche Zwecke“ beantwortet und ausgefüllt haben. Ganz genau die: Kontaktstelle für praxisorientierte Forschung e.V., Freiburg. Wir alle haben uns länger damit befasst und in der Gruppe die Beantwortung vorgenommen. (Kommentar dazu am Ende des Projekts, ca. Mitte Juli.)

Ja, unser Sozial-System ist pflege-bedürftig
07.04.2003
Leserbrief/Leserforum – Stuttgarter Zeitung – e-mail: redaktion@stz.zgs.de
Ausgabe Nr. 80 vom Samstag, 05.04.2003, Seite 7 „Pflegebedürftigkeit nimmt weiter zu“ von Martin Geier.
Feststellung: Dieser Titel, gegenüber dem Inhalt des Berichts, ist falsch.
Ja, unser Sozial-System ist pflege-bedürftig
Gleich wie man sich einigt – Geld gibt’s keines
Nicht die Pflegebedürftigkeit der Heimbewohnerinnen und Heimbewohner nimmt zu, sondern die Voraussetzungen zur Pflege=Geld, fehlen, schlicht und ergreifend. Was muß denn eigentlich noch passieren, um diese Pflegenotstände zu beheben? Sie beschreiben „völlig ernüchternd“, wieder einmal die dem eigenen Schicksal ausgelieferten Seniorinnen und Senioren in den Heimen. Klar können die Alten nicht mehr davonlaufen, (manche würden es gerne noch), bei diesen – teilweise – in den Heimen herrschenden Um- und Zuständen. Warum schickt man nicht einmal die Damen und Herren „von ganz oben“ selbst an die Pflege-Front, ganz nach vorne. Damit sie selbst erleben dürfen, wie so ein Heimalltag aussieht?
Nett beschrieben: „Pflegling“, na so was! Es ist bekannt, dass sich der Mensch im Alter wieder zurück entwickelt. Was der Pfleger oder die Schwester wohl mit diesen 107 kostbaren und teuren Minuten am Tag (auch in der Nacht!) mit den alten und kranken Menschen wohl machen?
Jetzt schiebt man die „Misere“ wieder den Heimleitungen zu. Was soll denn das? Die haben doch Wichtigeres zu tun, als nur in die leeren Kassen zu gucken! Natürlich sind unsere Alten die Leidtragenden, wie schon oft erwähnt. Dies alles ist nicht nur eine “beschämende Feststellung“, sondern einfach das Unvermögen und eine Disqualifizierung gegenüber unseren „Schwachen“. Ein Armutszeugnis sondergleichen. Wer nimmt denn diesen Beruf noch auf? Eine Handvoll Idealisten, toll, dass es die noch gibt.
Ein Fachmann sagte einmal: „Alle diese Pflegekräfte müssten auf einem goldenen Tablett getragen werden! “Schön wär’s. – Aber der „grausame“ Heimalltag hat uns schon wieder eingeholt. So nüchtern sehen es auch die „dazu zahlenden“ Kinder. Und die Sozialbehörden – ja die! Da war doch noch was?
FREIWILLIGE HELFERIN oder HELFER GESUCHT
05.04.2003
SENIOREN-HILFE INTERN 05.04.2003 – FREIWILLIGE HELFERIN oder HELFER GESUCHT
Suche ehrenamtliche/n Mithelferin oder Mithelfer (Besuchskreis) ins Pflegeheim zum Vorlesen aus der lokalen Zeitung, jeweils Samstags ab ca. 9 Uhr bis ca. 10 Uhr 30. Nach Einarbeitung in 2-wöchigem Wechsel möglich. Das Alter ist völlig unwichtig! Hauptsache Sie mögen den Umgang mit alten Menschen und haben selbst Freude und Spaß am Vorlesen. Zusagen telefonisch über Hans Klenk-Haus Ludwigsburg 2849-0 oder 2849-45 (Frau Staudenmeyer/Frau Kurtenbach) oder den Herausgeber dieser Homepage.
Nicht lange zögern, einfach mitmachen! Den Erfolg werden Sie selbst erleben.