Senioren-Hilfe mit „Paul“ auf dem Ludwigsburger Wochenmarkt
22.07.2003
Senioren-Hilfe mit „Paul“ auf dem Ludwigsburger Wochenmarkt am Samstag, 19. Juli 2003
Ein herrlicher Sommermorgen, heute wird es wieder heiß! Über 30 Grad im Schatten. „Paul“ geht heute alleine zum Einkaufen auf den Markt. Schon in aller „Herrgottsfrühe“. Immer entdeckt er Neues. Der Kräuter- und Blumenstand von Heide Herre, aus Steinheim an der Murr, fällt immer auf.
Sie hat was, „was nicht jeder hat“! Und das gefällt ihren Kunden. Das Wort „exotisch“ mag sie nicht so gerne, aber Sie hat 3 x in der Woche immer etwas „Besonderes“ in ihrem Sortiment. Anna + Paul kaufen gerne bei ihr ein. Seit 1948 wird dieser Familienbetrieb in mehreren Generationen geführt. Mögen sie viele ihrer ausgefallenen Kräuter, Pflanzen und Blumen verkaufen, denn dahinter steckt eine Menge Arbeit und Mühe!

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Ratgeber Gesundheit – 100 Jahre Klinikum Ludwigsburg
24.05.2003
Hundert Jahre Klinikum Ludwigsburg – ein großer Tag im „Krankenhaus“ oder besser „Gesundheits-Haus“?
Es war für viele Besucher ein „Mammut-Programm“. Was man alles vor hatte, wen man alles besuchen wollte von den vielen „Ausstellern“. Die haben sich alle eine große Mühe gegeben. Ob Firmen, Institutionen, das Haus selbst mit allen Mitarbeitern, aus allen Bereichen, die Ärzte: Sie waren alle präsent! Alle „dienten“ an diesem Samstag, dem 24. Mai 2003 einer wirklich guten Sache: D E R G E S U N D H E I T nämlich. Hoffentlich haben es die vielen Kranken mit den Pflegekräften auf den Stationen ausgehalten. Es waren viele Menschen im Hause. Und das vielfältige Angebot. Man konnte sich nur einiges herauspicken.
Die Referate im Hörsaal waren „faszinierend“ vorgetragen und aufgebaut. „Da müssen doch nun Jedem die Augen aufgehen“! Beispiel: Der Chefarzt der Medizinischen Klinik I, Herr Prof. Dr. med. P. Frühmorgen, sein Kollege Dr. Klaus Wehrmann, machten mit Schaubildern und ihren Texten nun wirklich alles verständlich, was man mit seinem „eigenen Körper tun und lassen sollte“! Wer das nicht begreift, der ist selbst schuld und handelt nachlässig.
Die vielen anderen Angebote von der Hospiz-Wache bis zum Schuhwerk, von der Musikkapelle bis zum „schmackhaften“ Vesper aus der eigenen Küche. Vom Ultraschall der Schilddrüse bis zu den Blutwerten. Die Geriatrie, der Organspender-Ausweis, Helfer für Menschen mit und nach Krebs, usw. Alle gaben ihr Bestes. – Auch die Kleinen kamen nicht zu kurz.
Liebes Klinikum Ludwigsburg, alle zusammen: Ihr habt Euch von der besten Seite gezeigt! Mehr kann man nicht tun, ein großes Kompliment! ……Das hätte Frau Ulla Schmidt in Berlin sehen sollen, nicht nur Herr Sozialminister Repnik aus Stuttgart…….. Vielleicht gehen unseren Damen und Herren „da oben“ die Augen auf, was solch ein Krankenhaus eigentlich leistet, mit allen seinen Mitarbeitern. Eine enorme Organisation steckt darin. Und Ihr seid alle da, wenn man Euch braucht, bei einer „Krankheit“ oder für die „Gesundheit“? Und das schon 100 Jahre lang………

Ratgeber Gesundheit – Ein nettes Gespräch
24.05.2003
Ratgeber Gesundheit 24. Mai 2003 – 100 Jahre Klinikum Ludwigsburg –
Ein nettes Gespräch……. mit Herrn Dr. Walter Ehmann und seiner ehemaligen Oberschwester Sigrid. Rüstig, der Herr Doktor mit seinen 82 Lenzen, er war 26 Jahre lang „der“ Anästhesist/Narkosearzt im Hause. Die Schwester sogar 36 Jahre im Dienst.
Man traf sich zum 100. Geburtstag – oder besser Bestehen? – der Klinik Ludwigsburg. Das „Fest“ nannte man einfach „100 Jahre für Sie da“ – ein guter Slogan. Viele Honorationen/Ehrengäste trafen sich am Morgen, es wurde geplaudert. Lange Zeit hat man sich nicht gesehen. Schön……, daß Sie da sind! Der Herr Doktor meinte: “ Wir haben keine Zeit zum alt zu werden!“ Wie recht er hat, das ist bei „älteren“ Menschen einfach so. Gute Gesundheit, weiterhin Herrn Doktor und Ihrer früheren Mitarbeiterin! Es hat mich gefreut, Sie beide getroffen zu haben…..
Ratgeber Gesundheit – Vorbericht
23.05.2003
Ratgeber Gesundheit Friedrich Wiesenauer Mai 2003
Vorbericht zur damaligen „Darmspiegelung“ im Jahre 2000……..
Wie so oft im Leben gibt es einfach „Zufälle“. Auch in Sachen „Blut im Stuhl“. –
Eine „reine“ Routine-Untersuchung mit „allem drum und dran“ beim Hausarzt, brachte „es“ ans Tageslicht, das B L U T im S T U H L. Wie man am 24.05.2003 im Klinikum von Herrn Prof. Dr. med. P. Frühmorgen hörte, muß das noch lange nicht KREBS bedeuten. Aber hier war es so: eine sofortige Spiegelung des Dickdarms war vonnöten!…..Um zu erkennen, um von innen zu sehen, was ist da los im D A R M.
So fing es an…….., das Heimtückische am Krebs ist, dass man vorher, ja jahrelang, k e i n e Beschwerden irgend welcher Art, hat. D e s h a l b: lieber einmal mehr Stuhlproben untersuchen lassen……bringt mehr Sicherheit!
Unternehmen Sie etwas, rechtzeitig. Mehr kann ich Ihnen nicht „raten“.
Dankbare Entdeckung: Schattenfiguren
Dankbare Entdeckung:
Nostalgische Holz-Sägekunstarbeiten, Silhouetten aus Sperrholz
Die „Drei“ und die Schattenfiguren – Ludwigsburg vorgestern und gestern Szenen im Schattenbild – wahre Begebenheiten aus der Stadt – aus Werken bekannter (Heimat)-Dichter

Kunstvoll und diffizil ausgesägte Holzfiguren, verbunden mit Drähten und Ösen zu beweglichen Miniaturen, sind Bestandteile des begleitenden und voll ausgearbeiteten Text-und Spielbuches, mit höfischer Musik unterlegt, heimischem Dialekt, teils in Versen, teils in Prosa. Und die Projektion vom alten Ludwigsburg mit Dias auf einen Hintergrund. Viele deftig, derbe Sprüche spielen von damaligen stadtbekannten Bürgern eine Rolle. So muss man sich die gesamte Szenerie von den „Drei“, schon etwas älteren Ludwigsburger: Karl Werner Teufel (Ideengeber und Initiator), Karl Kempe (handwerkliche Figurenarbeit) und Anneliese und Dietrich Theurer (Mitwirkende und Wiederentdecker) vorstellen. Einfach ein historisches bewegendes Schattenfigurentheater! Heitere Episoden, passierte Begebenheiten, spiegeln die reale Geschichte wieder.

Vom Nachtwächter mit der schlagenden Turmuhr am Marktplatz, erarbeitet bis ins Detail der einzelnen Figuren mit Bewegungen beim Auftritt hinter einer beleuchteten, lichtdurchlässigen Leinwand. Der Wegzug des herzoglichen Hofstaates nach Stuttgart, einer leeren Stadt, einer Reißbrettstadt. Einziehende Soldaten und die Kasernen mit ihren Arsenalen. Dichter Justinus Kerner, Bilderbuch aus seiner Knabenzeit wird zitiert. Der „Bärenwirt“ mit dem „Jakobele“ treten auf. Immer begleitet mit passender Musik aus der Zeit, von Corelli, Vivaldi, Händel und Rossini. Kapellmeister Poli spielt, ein Italiener, verkörpert seine fein gekleidete Figur, mit einem Herrn Spezial, dem Dekan Zilling, ganz trefflich.

Heimatdichter August Lämmle schildert das Ableben des königlichen Leibrosses Helene und die Rolle, die ein pfiffiger hohenlohischer Stallknecht dabei spielt. Auch Waiblingen, nach Lämmle, wird mit einem Oberamtmann mit einbezogen, der württ.-badische Teil im Schwarzwald mit seiner Grenze wird zum Thema mit dem Oberförster und einem Wilderer, dem „Hannes“. Immer neu eingeblendete Dias von der Stadtzsene vervollständigen das Spektakel. Ein Schreiner, Gottfried mit Vornamen, ein kauziger Handwerksmeister aus der Hoferstrasse, ist etwas dem Alkohol zugetan. Es taucht der Arsenalplatz auf, wo Gottfried erscheint, mit einem langen Hobelspan zwischen den Lippen. „Mei G’schäft hängt mir zum Hals raus“, ist eine lapidare Erklärung für seinen Auftritt. Polizeiwache und Gastwirtschaften spielten seinerzeit schon bedeutende Rollen, bis zu Gerichtsverhandlungen und Strafen vom Amtsrichter. Der „Angeklagte“ wehrt sich mit heftigen schwäbischen Ausdrücken.

Auch spätere Gemeinderatswahlen in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts bringen Handwerker und Städtische Ämter – das Rathaus – gegenseitig in Bedrängnis, weil der Schreiner auf den „stillen Örtchen“ grössere „Klosettbrillen“ anbringen sollte. Das Resultat ist das Geheimnis in der bekannten „Geschichte“, in die Sie sich zurück verzaubern lassen sollten. – Eine köstliche und dankbare Wiederentdeckung nahezu versunkener und vergessener Stadtgeschichte, die durch Zufall, wie so oft, vor der Vernichtung gerettet werden konnte. Vom Vorstand des Bürgervereins der Unteren Stadt, Wolfgang Müller. Bis zu einer Neubelebung wird es noch seine Zeit dauern. Kostproben des Figurentheaters sind im Heilbronner Torhaus ab 1. Mai 2004 bewegend dargestellt. Danke an die drei Senioren und ihre Figuren, in eine Stadt verliebten Ludwigsburger. Das Spiel hat „Pfiff“, auch wenn es nostalgisch und antiquiert „erscheint“. Eine Auffrischung von Figuren und Texten lohnt sich bestimmt allemal. Auch in den Barockzeiten gab es „Licht und Schatten“! Eine Neuinszenierung, auf neuer Bühne, wäre das grösste Erlebnis. Abwarten, vielleicht erkennen einige Gönner und Förderer diesen notwendigen Erhalt unserer „beweglichen“ Geschichte. Auch wenn es sich „nur“ um ausgesägte – aber wertvolle – Holz-Figuren handelt. Anlaß für die Entstehung: Für die 70er-Feier des Jahrgangs 1921 wurde eine Idee gesucht. Einer der Altersgenossen, der schon als junger Kerl Erfahrungen mit dem Schattenspiel gesammelt hatte, brachte sie ein. Er schrieb das Textbuch. Mehrere Monate wurde in abgestimmtem Zusammenwirken entworfen, ausgesägt, geschraubt, geleimt und zusammen gefügt. Vielfach geprobt und ein Film aufgenommen. Das Werk gelang nur zu einer einmaligen öffentlichen Aufführung. Es war seinerzeit keine technisch perfekte Premiere, aber gelohnt hat sich die Mühe trotzdem.

Die Leidenschaft zur Geschichtsschreibung verbirgt sich hinter dem Entstehen dieses für die heutigen Zeiten bedeutsamen, kleinen „Kunstwerkes“. Der Senioren-Gruppe sei es vergönnt, dass – wenigstens Teile – mit einem überarbeiteten Text ins „Hochschwäbische“ und der Instandsetzung der Figuren ein Weiterbestehen dieser Schatten-Elemente Ludwigsburgs gewährleistet wird.
©F.W. April 2004 – zur Eröffnung 01. Mai 2004