09.12.2003

Senioren-Hilfe war dabei

Beim “Kaffeeklatsch“ mit dem Bürgerverein der Unteren Stadt1893 e.V. im Hans Klenk–Haus Ludwigsburg, November 2003

– Ein Beispiel zur Nachbarschaftspflege –

Mit dem Besuch des Bürgervereins der Unteren Stadt im AWO-Pflegezentrum Hans Klenk – Haus, Talstrasse 22-24 in Ludwigsburg, haben sich – wie es der Zufall will – zwei alte Nachbarinnen getroffen. Als hätte es so sein müssen. Schon allein mit dieser Tatsache ist der Verein wieder einmal seiner sozialen Aufgabe gerecht geworden.

War das eine Freude, sich wieder zu sehen! Frau Luise B., eine hochbetagte Heimbewohnerin mit nahezu 94 Jahren. Sie wohnte früher in der Abelstrasse. Mit viel Erlebtem und Erlittenem auf dem Buckel. Aber immer noch ein lustiges Wort auf den Lippen, wenn sie auch auf den Rollstuhl angewiesen ist. Einfach eine Ur schwäbin, gebürtig aus Erligheim. Ihre Angehörigen kommen fast täglich ins Pflegeheim.

Besucherin und Vereinsmitglied, Frau Ruth R., aus der nahen Bauhofstrasse, „wesentlich jünger“, hat wohl auch gesundheitliche Probleme, trotzdem spricht sie offen aus, was sie denkt, mit einem schlagfertigen und verschmitzten Lächeln. Sie wohnt noch zu Hause. Auch dort kümmert sich die Familie um sie. Zwei Frauen, mit denen man sich gut unterhalten – und auch zuhören – kann. Es kommt keine Langeweile auf, fast keine Atempause, so viel haben sich die Beiden zu erzählen, “das waren halt früher noch Zeiten!“ Kaffee trinken und Kuchen essen werden beinahe zur Nebensache. Es sei ihnen vergönnt, dass sie sich nächstes Jahr wieder im Seniorenheim begegnen. Vielleicht auch schon früher?

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08.12.2003

Senioren-Hilfe war dabei

Singstunde mit Gunter Pfeiffer im Pflegeheim

– Engagierter musikalischer Begleiter –

Markenzeichen von Gunter Pfeiffer sind seine Stimme und die Gitarre. Ein Ehrenamtlicher, auf den die Heimbewohner immer donnerstags warten. Im Wechsel mit anderen Musikanten, Zither oder Akkordeon , werden die Singstunden durchgeführt. Die Bücher mit den bekannten Volksliedern sind vorhanden, werden aber oft gar nicht gebraucht. Die Senioren kennen viele der Texte und Melodien noch auswendig. Gunter Pfeiffer singt ja mit seinem klaren Bariton mit.

Der etwas über 60-jährige Dipl. Verwaltungswirt (FH), kam als Junge mit elf Jahren, beim Posaunentag 1952 in Ulm zur Musik. Er spielte später auch Schlagzeug und Schlagbass in einer Band.

Seit etwa 9 Jahren leitet er in Ludwigsburg einen ca. 25 Personen umfassenden gemischten Senioren-Chor, zugehörig zum Zentralverband der Sozial-Versicherten (SdS). Die Sängerinnen und Sänger treten bei Konzerten in Kirchen, Sommerfesten und bei der Sudetendeutschen Landsmannschaft auf. Rundum ein ehrenamtliches Engagement, weil es Gunter Pfeiffer Spaß macht. Ins Pflegeheim kommt er mit seiner Gitarre zur Singstunde seit Februar 2000, zur Freude der vielen Senioren.

Als Rentner führt er rechtliche Betreuungen, derzeit für 10 Menschen, die ihre persönlichen Angelegenheiten nicht (mehr) selbst erledigen können. Eine interessante, aber auch zeitaufwändige Aufgabe, dieser bürgerschaftliche Einsatz.

Fast am Ende unseres Gesprächs meinte er: „Jetzt muss ich aber weg, und mit meinen Leuten in den „Besen“ nach Beilstein, mit dem Bus. Heute abend sind wir wieder zurück……..“

Möge Gunter Pfeiffer weiterhin eine „glückliche Hand“ bei der wöchentlichen musikalischen Unterhaltung bei und mit „unseren Senioren“ haben.

Zur Weihnachtsfeier im Heim, am 3. Advent, wird er mit seinem Chor zu hören sein.

06.11.2003

Senioren-Hilfe hat zugehört:

Zeitzeugen erzählen aus ihrer Lebensgeschichte

– 14-jährige Schülerinnnen und Schüler stellen gezielt Fragen –

Geschichtsunterricht an der Osterholz-Schule Ludwigsburg

„Wenn wir unsere Seniorinnen und Senioren nicht – noch – hätten, wir würden manches Geschehene vor 90 – 95 – oder gar 100 Jahren nicht – mehr – erfahren.“

Deshalb war es von der Klasse 9 B der Osterholz-Schule Ludwigsburg, im Rahmen des Geschichtsunterrichts, von der Lehrerin Frau von Stackelberg, eine bemerkenswerte Idee, die Schüler mit Projektfragen zu beauftragen.

von links Johann G. 95 Jahre, Daniela 14 Jahre, Emilie F. 92 Jahre und Jolanthe 14 Jahre

Jolanthe und Daniela, beide 14 Jahre, haben sich das Alten- und Pflegeheim Hans Klenk-Haus ausgesucht. Damit waren sie sich sicher, alles „original“ zu ihren vorbereiteten Fragen zu erfahren. Die beiden Gesprächspartner, über 90 Jahre alt, boten reichlich Gesprächsstoff aus ihrer eigenen Kindheit und Jugend.

Emilie F., eine echte Ludwigsburgerin, Jahrgang 1911, und Johann G., Bessarabien-Deutscher, nahe des Schwarzen Meeres, geboren 1908.

Die beiden Schülerinnen sind ihre Fragen los geworden und haben interessante Antworten erhalten, von den beiden Hochbetagten im Pflegeheim, Emilie und Johann. Ich bin gespannt, wie die Noten für diesen „Geschichtsbeitrag“ ausfallen.

Kindergarten besucht das Pflegeheim

FW [AW] am 16. Mai 2007

03.11.2003

Senioren-Hilfe war dabei:

Kindergarten St. Elisabeth Ludwigsburg – bei der Sozialstation „Wilhelminenpflege“ – besucht Pflegeheim

Mit ihren selbstgebastelten „Gänse-Laternen“ sind die Kleinen mit großer Freude und Begeisterung im Heim empfangen worden. Zu ihren Laternen sangen sie die passenden Lieder. Auch eigene Texte zu bekannten Kinderliedern waren dabei. Sonst sind im Kindergarten 45 Buben und Mädchen, heute waren 15 mit dabei.

Kindergartenleiterin Claudia Mück und Praktikant Andreas, 25, künftiger Jugend-und Heimerzieher, haben schon fürs kommende Jahr, evtl. Ostern, einen neuen Termin mit dem Sozialen Dienst vereinbart.

Solche Besuche gefallen den Seniorinnen und Senioren.

Spontanes Engagement eines Schülers

FW [AW] am 16. Mai 2007

03.11.2003

Senioren-Hilfe freut sich:

Spontanes Engagement eines Schülers

Uwe, ein 15-Jähriger der Elly Heuss-Knapp-Schule in Ludwigsburg, hilft in den Herbstferien im Pflegeheim mit. Eine sinnvolle und zu begrüssende Bereitschaft, in diesem sozialen Bereich ehrenamtlich mitzuarbeiten. Seine privaten Interessen sind Schwimmen, Computer und „Techno Trance“. Sein Berufswunsch: „Optischer Tuner“ (die Spezialausbildung eines KFZ-Mechanikers).

Ab 3. November wird Uwe in allen Pflegebereichen den Schwestern zur Seite stehen und im Rahmen der Möglichkeiten ein wenig Arbeit abnehmen. Den Umgang mit alten Menschen kennt er bereits von seinen früheren Besuchen im Heim. Er will auch weiterhin – nach Erledigung seiner Hausaufgaben – für einige Stunden im Seniorenheim tätig sein. Schon jetzt vielen Dank für Deinen Einsatz.

Vielleicht kommen noch andere junge Menschen auf diese Idee!