JES Projekt – Bericht Nr. 12 – 28.04.2003
01.05.2003
Im Alten-und Pflegeheim: Was hat Flieder mit einer Tätowierung zu tun?
Man wird sagen, gar nichts. Aber, es gibt doch einen kleinen Zusammenhang. Der wäre: Beim heutigen Schüler-Treff mit allen 5 Teilnehmern war es ein fast zu warmer Frühlingstag, man setzte sich schon wieder in den Schatten. Der „Planet Sonne“ stach ein wenig. Dabei sah man an der leichten Kleidung bei einem der Schüler am rechten Oberarm ein „Zeichen“ – eine Tätowierung? Schwarz, verschiedene, von den Senioren nicht zu erkennende und erklärbare Art „Schriftzeichen“. Man fragte sich, was soll das darstellen. Und das wird bis zum nächsten Mal, am 5. oder 7. Mai 2003, ein „Geheimnis“ bleiben. Des Rätsels Lösung folgt an dieser Stelle. Wer trägt diese Tätowierung? Und was soll es bedeuten?
Im Kreise unserer Heimbewohner, wie immer bei einem Glas Sprudel, kamen zwei, noch sehr bewegliche, über 90-Jährige vom Spaziergang zurück. Und, was brachten sie mit, einen herrlich duftenden, großen Fliederstrauß und einige kleinen „Schneeballen“ (heißen die so?). Ja, zum Flieder sagt man auch „Syringen“, im Schwäbischen wird das aber ganz anders ausgesprochen……das ist halt dann Dialekt.

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Thema ALTER 2003
27.04.2003
Man könnte fast ein Preisrätsel daraus machen:
Wieviele Lebens-Jahre sind es auf diesen 4 Bildern zusammen?
Lauter „tolle“ MENSCHEN!
Vielleicht schreibt jemand?
Die Heimbewohner haben mit ihren Angehörigen und der „JES“-Gruppe am 12.05.2003 das Rätsel gelöst:
Alle 7 Personen sind zusammen 5 0 7 Jahre alt! Vielleicht ein Jahr mehr oder weniger, ist nicht so wichtig. Hauptsache „man“ hat sein Gedächtnis etwas angestrengt. Der 1. Schätzer nannte 510 Jahre.


JES Projekt – Bericht Nr. 11 – 23.04.2003
27.04.2003
Man hat jetzt wieder Durst!
Beim 11. Projekttag mit der Schülergruppe, leider waren es nur 3, es waren noch Ferien, mussten sie sich mächtig ins „Zeug“ legen. Viele Heimbewohner waren „sonnenhungrig“ und auch durstig. Flugs nahm man ein paar Sprudelflaschen und Gläser in den Garten. Jeder griff zu und seufzte tief: „prima, so ein frisches Glas Wasser“ Auch die Schüler taten sich genüsslich an diesem Quellwasser.

Danach traf man sich zum „Kreuzworträtseln“. Ein Glück, daß auch die Lösungen dazu bereit lagen. Die zu lösenden Wörter waren fast ein bisschen zu schwer für unsere Senioren. Man half sich gegenseitig. Eine Dame schrieb exakt was man ihr diktierte. „Das alles habe ich früher immer gemacht, selbst schwierige Rätsel“ Prima, daß alles so gut verlief.

Wenig später bekamen die Schüler die zugesagten „Hosen“ beim Oberpaur in Ludwigsburg. Das Geschäft war schnell abgewickelt. Die Geschäftsführerin, Frau Geiger, bediente uns selbst im guten Modehaus und sponserte spontan dazu. Danke! Die jungen Leute waren begeistert, auch vom Preis. „Da müssten wir öfters hin, echt preiswert!“ – Das nötige Geld dafür war ja von der Landes Stiftung Baden-Württemberg extra für solche Dinge auf ein Sonderkonto für „JES“ bei der Kreissparkasse Ludwigsburg überwiesen worden, auch ein Sponsor. Danke! – Die T-Shirts waren leider noch nicht parat. Nächstes Mal.

Danach hatten die Schüler doch ein wenig Hunger,…….diesen stillte man zufrieden, wo? Diesmal kurz bei MC D……

SENIOREN-HILFE im Pflegeheim – Ostern 2003
15.04.2003
Man merkts, Ostern steht vor der Tür! Und das Wetter spielt (bis jetzt) noch mit.
Im Pflegeheim haben sich die Mitarbeiter viel Mühe gegeben, mit einer bunten und frischen Dekoration. Blütenzweige und farbige Ostereier schmücken das Haus. Die Innenseite der offenen Rondelle im Lichthof sind geschaffen für solche kleinen Kunstwerke. Sie gefallen jedem. Die Soziale Betreuung ist am „Werkeln“, Ostereier färben, nach alten Rezepten, in Zwiebelschalen. Mit raffinierten Techniken wird ein braun gefärbtes Ei zum „Schmuckstück“, mit grünen Blättchen bedeckt, taucht nach dem Kochen plötzlich ein fein gegliedertes gelbes Blatt auf. Nicht alles wird verraten, so ist’s halt beim Osterhasen!

Auch Schäfchen und Hasen backen, machen viel Spaß und bieten für die Bewohner so manchen Gedankenaustausch an früher. Alle beteiligen sich rege. Schade, daß die bunten Eier bald aufgegessen sein werden!

Sozialbehörde Hamburg macht auf ALTENPFLEGE aufmerksam
15.04.2003
ENTDECKT:
Sozialbehörde Hamburg macht auf ALTENPFLEGE aufmerksam – Breit angelegte Nachwuchskampagne –
Mit Prominenten wirbt man in Hamburg um „Hilfe“ in der Seniorenarbeit. Darius Michalczewski, der Boxer und die Schauspielerin Jenny Elvers werben auf fast provokanten Plakaten für diesen gestarteten Aufruf:
„Nimm mir die Zähne raus“ oder „Bring mich ins Bett“!
Anmerkung: Ob mit diesen – sicher auch nicht ganz kostenlosen Mitteln, die „Misere“ im Altenbereich Erfolg haben wird, bleibt abzuwarten. „Schön“ und „schmeichelhaft“ sind diese Schlagzeilen wahrlich unseren „Alten“ gegenüber gerade nicht. Und ob sich darauf hin die 1000 fehlenden Altenpflegekräfte bis 2015 in Hamburg finden lassen, ist die andere Frage. Bunte Plakate und freche Sprüche – wie im Teletext der ARD zu lesen – reichen für die immer mehr zunehmende und notwendige Zuwendung bei dieser hochbetagten Altersgruppe auch mit solchen Aktionen nicht mehr aus.
Ergänzung zum Bericht SENIOREN-HILFE INTERN vom 15.04.2003 „Sozialbehörde Hamburg macht auf Altenpflege aufmerksam“
Nach Vorliegen der Original-Pressemitteilung der Hamburger Sozialbehörde über die Aktion für ALTENPFLEGEBERUFE, ist eine Berichtigung der „flotten“ Aussprüche angebracht. Wie so oft, wird bei Presseberichten, die Hauptsache vergessen. So auch in diesem.
Denn auf jedem Plakat der mitarbeitenden Prominenten und den „Sprüchen“, folgt klein gedruckt der Zusatz: ……….- „WENN ICH ALT BIN“. Das hat bei dem TV/Teletext-Bericht leider gefehlt. Und dennoch, damit wird das „negativ belastete Image“ der Altenpflegeberufe auch nicht aufgebessert. Gleich wer solche Sprüche „klopft“. – „Man“ kann der Senatorin Birgit Schnieber-Jastram damit nicht unbedingt zustimmen. Dem weiteren Inhalt der Mitteilung für die beginnende Werbeaktion ist nichts entgegen zu setzen. Die Meinungsbildung und Reaktion der Bevölkerung bleibt abzu warten. Allerdings wird man erst in 1 Jahr – vielleicht – davon wieder etwas „hören und sehen“.
Senioren-Hilfe Intern hält Sie auf dem Laufenden.