JES Projekt – Bericht Nr. 6 – 24.03.2003
25.03.2003
Schüler + „JES“ – im Pflegeheim
„die Sonne gibt’s heute im Sonderangebot“, sagte eine der im Heimgarten anwesenden Bewohnerinnen. Bewohner waren auch dabei. Es war ein wunderschöner Tag, der erste Frühling im neuen Pflegeheim. Alle haben Sonne pur „getankt“!
An dieser Stelle einmal ein Dankeschön der Schüler-Freiwilligen Gruppe, die mit ihrem Einsatz und Engagement bei den Senioren sehr beliebt und gefragt sind. Alle freuen sich schon auf das „Tulpenfest“ am 26. März 2003.

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Behindert und doch beweglich
22.03.2003
Gespräch mit zwei Rollstuhlfahrern in einer Fußgängerzone am 15.03.2003
Die Dame und der Herr, jüngere Menschen, so um die dreissig, Sie kamen aus Marbach am Neckar, mit dem Auto in die Stadt. Sie bewegten sich selbst mit ihren Rollstühlen. Und waren sichtlich guten Mutes.
Man fragte, ob es richtig wäre, daß bei den Behinderten-Parkplätzen mehr Freiraum auf beiden Seiten vorhanden sein müsse. Sie sagten, ja. Wenn man vom Fahrersitz den Rollstuhl selbst ständig nach rechts (an der Beifahrerseite) ausladen möchte, besonders, wenn man alleine ist, ist dies ein Gewaltakt und beschwerlich. Ein „Gesunder“ kann sich das kaum vorstellen. Und dazu braucht man „ausreichend“ Platz. Daran haben die Verkehrsplaner aber nicht gedacht. Und die anderen Autofahrer nehmen darauf (leider) keine Rücksicht.
Also: Liebe Autofahrerinnen und Autofahrer, denkt mal ein wenig über die Behinderten nach! Besonders, wenn Ihr die Parkplätze mit dem Rollstuhl-Zeichen ansteuert! Laßt Platz!
Man wird auch die Verkehrsbehörde auf diesen Umstand aufmerksam machen. Es wäre schön, wenn man bei weiteren Planungen, dann halt einen „normalen“ Parkplatz weniger anlegt. Die „Rollis“ hätten etwas mehr „Luft“ und „Bewegungsfreiheit“.
Vielleicht sollte diese Forderung auch bei der nächsten Neuauflage des Städt. Rollstuhlführers berücksichtigt werden. Wenn Sie beim Parken einen Rollstuhlfahrer entdecken, fragen Sie ihn, ob man ihm beim Ausladen seines Rollstuhls helfen kann!
JES Projekt – Bericht Nr. 5 – 17.03.2003
20.03.2003
Senioren erzählen Schülern von früher, – im Rahmen des JES-Projektes im Pflegeheim –
Alte Haushaltsgegenstände sind den Jugendlichen auch bekannt. Sie wissen, wie man früher damit umgegangen ist. Vielleicht entdecken sie ihre eigene „Sammlerleidenschaft“. Die Senioren haben sich rege beteiligt. Die Schüler berichten über ihre eigenen „Kochkünste“ – und haben diese schon gelernt.

* hier: Die Leiterin der Soz. Betreuung im Heim, U. Staudenmeyer
Das Schüler-Team von „JES“ – Jugend engagiert sich
19.03.2003
Gruppenfoto der Schüler-Freiwilligen-Gruppe im Hans Klenk-Haus, Ludwigsburg:
CIHAN, DIANA, KARL, MICHAEL, PATRIK, ROCCO,
BENJAMIN war am 10.03.03 nicht dabei,
alle von der Osterholz-Schule Ludwigsburg

SONNTAG AKTUELL Stuttgart/Leserbrief
16.03.2003
SONNTAG AKTUELL Stuttgart/Leserbrief
Beitrag/Magazin Nr. 11, Seite 18 vom 16. März 2003 „Schade, dass man Glück nicht einkochen kann“ von Susanne Stiefel
„Es ist schrecklich, alt zu werden“
„Das Alter besteht aus vielen kleinen Abschieden“
„Das Gefängnis des Alters“
Die betagte Schriftstellerin Isabella Nadolny, eine rühmliche Ausnahme und in dem „gesunden Alter“ in der Minderheit. So „unsentimental, schonungslos und mit einer gehörigen Portion Spott“ finde ich die Äußerungen dieser alten Dame nicht. Wenn auch Angst und Gespenster mit im Spiel sind, hat sie durchaus Ansichten jüngerer Senioren. Was erwartet einen wohl in dem Buch: „Generation Plus. Von der Lüge, dass Altwerden Spaß macht“.
Der fast tägliche Umgang mit alten und kranken Menschen, die teilweise weit älter sind, lässt die burschikose Lebensart von Frau Nadolny nur erahnen. Die Mehrzahl der Senioren über 80 Lebensjahren haben oft, bedingt durch ihr gelebtes Leben, mit ihren Schicksalen, meist nicht mehr den Bezug zum Alltäglichen. Sie sind verwirrt und von anderen Krankheiten gekennzeichnet. Am Tagesgeschehen nehmen wenige teil. „Man“ muß sie aus ihrer eigenen, gewünschten Isolation herausholen, gleich ob im häuslichen Umfeld oder in einem Pflegeheim. Und das tut ihnen gut. Viele blühen dabei auf und lange Vergessenes kommt wieder zutage. Nur, man muss es tun! Bis dahin hat Isabella Nadolny aber noch eine „gute“ Zeit vor sich. Auch wenn sie nach der Frage: „Ob es etwas Schönes gibt im Alter“, antwortet, „da fällt mir nichts ein“. Der „knitze“ Blick lässt eine starke, fast harte, aber gutmütige Persönlichkeit erkennen, vom Alter real dargestellt, aber noch eitel genug, um das „Liften“ abzulehnen.
Warum will es keiner wahrhaben? Das Tabuthema Alter?
Für viele Andere und mich nicht (mehr).