SENIOREN-HILFE informiert: Austrocknung

FW [AW] am 16. Mai 2007

03.09.2003

Austrocknung größte Gefahr für alte Menschen Flüssigkeitsmangel führt zu Unterversorgung von Gehirn und Organen

(red.) Alte Menschen zum Trinken zu bewegen ist ein harter Job, egal ob im Heim oder zu Hause. Ärzte weisen immer wieder darauf hin, dass Senioren oft kein Durstgefühl mehr haben oder nicht ständig auf die Toilette wollen. Da gelte es, unermüdlich Getränke unterschiedlicher Geschmacksrichtungen und viel wasserhaltiges Obst anzubieten. Austrocknung führt zu sinkendem Blutdruck, Kreislaufschwäche, Unterversorgung von Gehirn und Organen sowie zu „Durstfieber“. Der geschwächte Körper sei dann anfälliger für sonst harmlose Erreger, erklärt Angela Wirtz, Seuchenexpertin des hessischen Umweltministeriums.

Bei Hitze seien Trinkprotokolle und tägliches Fiebermessen Pflicht, sagen Fachärzte für Altersheilkunde. Denn die Körpertemperatur sei ein Indiz für Austrocknung.

Ob Flüssigkeitsmangel rechtzeitig erkannt wird, hängt vom Ausbildungsstand des Personals ab. Werden teuere Fachkräfte schleichend durch Hilfen ersetzt, kann Gefahr im Verzug sein. In diesem Zusammenhang weist Harald Nier, Leiter des Referats Altenhilfe der Diakonie Baden, darauf hin, dass in Baden-Württemberg in den nächsten zehn Jahren mindestens 4000 Pflegekräfte fehlen würden.

Textübernahme mit freundl. Genehmigung der Ludwigsburger Kreiszeitung vom 22.08.2003

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