Senioren-Hilfe hat „restauriert“

FW [AW] am 16. Mai 2007

12.10.2003

Dieser Jugenstil-Schrank hat sicher genau so viele Jahre „auf dem Buckel“, wie mancher Bewohner im Pflegeheim, wenn nicht noch mehr. Gebaut etwa um 1900. Sicher dem Pflegeheim von einem früheren Bewohner als „Erbstück“ überlassen.

Er befand sich – etwas unscheinbar – in einem kleinen Besprechungsraum, mehrfach mit weißen Farbschichten bedeckt, wohl alten, aber nicht zum Stil passenden schwarzen Metall-Beschlägen versehen und wurde als Geschirr-Schrank benützt. Einfach ein Gebrauchsmöbel.

Die seitlichen und Türfüllungen waren aus Sperrholz. Überdeutliche Gebrauchsspuren waren dem „guten Stück“ anzusehen. Es „schrie“ direkt nach einer Veränderung. Passende „antike“ Farbe wird es auf dem Markt wohl nicht mehr geben.

Dieser Schrank musste auf jeden Fall erhalten bleiben, gleich wie. Nach Absprache mit der Hauswirtschaft wurde ich damals gebeten, mich dieses alten Möbels anzunehmen. Was daraus geworden ist, sehen Sie auf dem Foto.

Die alte Farbe, mit der damaligen Grundierung musste durch Ablaugen entfernt werden. Die Sperrholzteile wurden vorsichtig herausgenommen und durch Glasscheiben ersetzt. Hobbyarbeit war jetzt gefragt. Schleifen, schleifen und wieder schleifen, bis das Naturholz einwandfrei zum Vorschein kam.

Alle Holzteile wurden mit Schellack-Grundierung eingelassen, wohltuend für das Möbel. Ein pasteuser Wachsauftrag sollte einen matten Glanz ergeben. Passende, natürlich nachgearbeitete Beschläge wurden beschafft. Aus dem etwas vernachlässigten Geschirrschrank wurde eine vielseitig verwendbare Glasvitrine, an welcher sich die Heimbewohner täglich in ihrer „Wohnstube“ erfreuen können. Das „alte Stück“ ist durch das „Aufarbeiten“ neu geworden, wohl wissend, dass auch das alte Aussehen hätte – in besserem Zustand – bestehen bleiben können. Ja, wenn, durch den jahrzehntelangen „Gebrauch“ die „Unansehlichkeit“ nicht so stark gelitten hätte. Jetzt kann sich das Möbelstück sicherlich auf einen neuen langjährigen Bestand und großer Beachtung „freuen“.

(Hobbyarbeit des Herausgebers dieser homepage.)

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