13.02.2004

Senioren-Hilfe war dabei:

DIE ZAUBERLEHRLINGE – Vom Beruf zur Berufung

– ungewöhnlicher Weg einer „Märchenschreiberin“ –

Das Wichtigste für Ursel Kugel sind ihr die Kinder und Jugendlichen. „Sie
müssen sich in ihren Rollen wohlfühlen und hineinwachsen, die Texte bewältigen
können“
, äußert sie sich in ihrem Porträt.

Vor mehr als zwanzig Jahren begann die aus der Bekleidungsbranche kommende
Künstlerin mit dem Schreiben von Märchen für junge Menschen. Alles in einer
Person: Texte, Inszenierung und Regie, vom Kostüm- und Bühnenbild bis zu Musik
und Gesang. Eine enorm wertvolle pädagogische Leistung.

Sie schreibt Rollenbücher aus fremden und eigenen Texten, für bis zu 40 Kinder
und Jugendliche. Und die Erfolge in den Schulen und Gemeinden im Kreis
Ludwigsburg zeigen es. Dazu werden Kurzprogramme mit Aufführungen bei Senioren
gezeigt. Sonst dauern die Theaterstücke etwa eine Stunde.

Im AWO Pflegezentrum wurde das Stück „Die Zauberlehrlinge“ von dreizehn
Schülerinnen und Schülern im Alter zwischen 9 und 13 Jahren gespielt. Eine
außergewöhnliche Theateraufführung für die vielen Anwesenden Senioren und Gäste.
Ein quirliges Spektakel der Zauberlehrlinge, Hexen und Schrankgeister. Die von
Ursel Kugel geschneiderten Kostüme waren „echt zugeschnitten“, kein Detail wurde
vergessen, bis zur passenden Maske und stilgerechten Requisiten. Helferinnen
stehen ihr zur Seite.

Die Kinder und Jugendlichen vom TSV Neckargröningen und der dortigen Grundschule
zeigten ihr eingeübtes Können nach etwa zehnwöchiger Probenzeit. Auch vor weit
größerem Rahmen mit über 250 begeisterten Zuschauern treten die „Akteure“ vor
ausverkauften Häusern auf.

Aus dem Reich der Wünsche und Magie eines Zauberers legen die Lehrlinge ihre
Prüfung ab. Alle Rollen sind mit den richtigen Darstellern besetzt, wenn auch
ein wenig ein „kleiner englischer Zauberer“ durchschimmert, jedoch mit einem
anderen Ende. Eingehende und hintersinnige Texte regen die Sinne an, mit dem
Ergebnis, dass die Menschen Angst und Krieg vertreiben wollen und in Frieden
leben möchten. „Weißt du, wann fängt der Frieden an?“, fragt der Zauberer. Die
hervorragende Stimme der Erzählerin Birgit Lindner begleitet die Musik,
Geräuscheffekte und Lieder.

Bei allem Schönen bleibt dann die ewige Frage:

„WARUM LEBEN WIR DEN FRIEDEN NUR IN UNSEREN TRÄUMEN?“

Selbst die weiße Friedenstaube kommt ins Spiel und wird übers Land geschickt.

Eine sehenswerte Produktion einer ungewöhnlichen Künstlerin, gemacht für unsere
Jugend. Es ist ihr zu wünschen, dass sie weiterhin „ihre ganz eigenen Ideen
umsetzen kann“. Vielleicht eine Reminiszenz von ihr selbst?

… es war ein nachdenklicher „zauberhafter“ Nachmittag, der uns weiter denken
lassen sollte.

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